Der Song „Anna“ setzt sich mit dem Thema Mobbing auseinander. Doch was ist eigentlich Mobbing?

Das Wort stammt aus dem Englischen („to mob“ = schikanieren, im Englischen benutzt man den Begriff „bullying“) und bedeutet, daß eine Person systematisch und über einen längeren Zeitraum permanent oder regelmäßig schikaniert, gedemütigt und seelisch verletzt wird. Dies kann durch Worte (Schimpfwörter, Bedrohungen), körperliche Gewalt, soziale Ausgrenzung, Verbreitung falscher Gerüchte oder ständige Kritik geschehen. Zwar ist nicht jeder Konflikt direkt Mobbing, weil normalerweise Konflikte bearbeitet und durch Gespräche gelöst werden. Wenn aber dieser Prozess gestört ist, dann spricht man von Mobbing.

In Deutschland sind 1,8 Millionen Menschen Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz. An deutschen Schulen geben 23 Prozent aller 15-jährigen Jugendlichen an, regelmäßig von ihren Mitschülern drangsaliert zu werden.

Die Folgen von Mobbing können Krankheiten sein (Schlafstörungen, Herzklopfen, oder Kopfschmerzen), Gefühle von Trauer, Selbstzweifel oder Angst bis hin zu ernsthaften Erkrankungen wie Depression und Sucht. Viele Mobbingopfer isolieren sich, sie meiden den Besuch der Schule oder des Arbeitsplatzes, ihre Leistungen in der Schule oder der Arbeit lassen nach. Circa ein Drittel der Gemobbten benötigt therapeutische Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten.

(Quelle: AOK-das Gesundheitsmagazin / Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), im Rahmen der PISA-Studie 2018 erhoben)

Der Kurzfilm „Too Shy To Scream (Buch und Regie: Kevin Pabst) veranschaulicht was Mobbing und Cybermobbing ist. Der Film handelt von der 17-jährigen Marie, die Schwierigkeiten hat, von ihren Mitschülern akzeptiert zu werden, da sie andere Interessen und Werte als die meisten in ihrem Alter hat. Nach einem Zwischenfall kommt es zwischen Marie und ihrer besten Freundin Jenny zu einem großen Streit, der in der Schule eskaliert.